Italien hat mit dem aktualisierten „Codice della Strada“ einige der strengsten Strafen in Europa eingeführt und wendet das Prinzip der Nulltoleranz gegenüber Berufskraftfahrern an.

Harte Sanktionen für Hauptverstöße:

· Geschwindigkeitsüberschreitung: Die empfindlichsten Strafen. Eine Überschreitung um 40–60 km/h kann 543–2.170 €, 6 Punkte und einen Führerscheinentzug von 1–3 Monaten kosten. Bei einer Überschreitung von mehr als 60 km/h steigt die Strafe auf 845–3.382 € mit einem Führerscheinentzug von bis zu einem Jahr.
· Handybenutzung am Steuer: Wird mit einer Geldstrafe von 165–660 € und 8 Punkten geahndet. Eine Wiederholungstat innerhalb von zwei Jahren führt automatisch zu einem Entzug der Fahrerlaubnis für 1 bis 3 Monate.
· Alkohol: Für Berufskraftfahrer gilt ein absolutes Verbot von 0,0 ‰. Ein Verstoß droht mit einer Geldstrafe von 543 € bis 6.000 € und einem Führerscheinentzug von bis zu 12 Monaten.

Kontext für Transportunternehmen: Die italienische Verkehrspolizei (Polizia Stradale) ist für strenge Kontrollen bekannt, insbesondere auf wichtigen Alpenrouten und in Hafenbereichen. Ausländische Fahrzeuge können bis zur Zahlung der Geldstrafe festgehalten werden, die oft vor Ort beglichen werden muss. Ebenfalls verschärft wurde die Kontrolle des technischen Fahrzeugzustands und der Einhaltung der Vorschriften für Fahrtenschreiber.